Belohnst Du Dich … richtig?

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Feierst Du Deine kleineren und größeren Erfolge? Oder hetzt Du gleich zu den nächsten Aufgaben auf Deiner nie leer werdenden To Do-Liste?

Und falls Du Dich belohnst, tust Du es so, dass es Dir richtig gut geht?

Es gibt immer irgend etwas zu tun. Dinge zu erledigen, von denen man denkt, dass man sie tun sollte oder gern tun möchte.

Wenn einige Aufgaben dann erledigt sind, ist die Gefahr groß, dass wir sie nicht genügend würdigen, weil die Punkte auf der To-Do-Liste aus geheimnisvollen Gründen immer wieder nachwachsen.

Ich finde es wichtig, auch kleinere Erfolge anzuerkennen, ertappe mich allerdings auch dabei, gleich eine weitere Aufgabe oder das nächste spannende Thema im Kopf zu haben.

Das ist schade. Es ist doch viel attraktiver, sich darüber zu freuen, dass man etwas geschafft hat und das auch anzuerkennen. Ich benutze dafür inzwischen einen Kalender, in dem ich abhake oder aufschreibe, was ich erledigt habe.

Ich denke schon, dass ich gut für mich sorge, mir Pausen gönne, auf meinen Körper achte und mich pflege und belohne, wenn ich vorher viel gearbeitet habe.

Da gibt es aber noch eine weitere, interessante Frage:

Ist das, was ich mir Gutes tue, wirklich gut für mich?

Dieses Gute war früher nämlich oft: Zu Hause sitzen, fettes, süßes Essen in mich hineinstopfen und faules TV-Geglotze.

Irgendwann ging mir auf, dass das die Wege waren, die früher in meiner Familie mit Gemütlichkeit und Wohlbefinden gleichgesetzt wurden.

In der Generation meiner Eltern, die in ihrer Kindheit den Krieg und in ihrer Jugend die Hunger-Jahre danach erlebt hatten, gehörten zum Wohlbefinden und sich Belohnen selbstverständlich nahrhaftes Essen und sicheres, gemütliches Zuhause-Sitzen dazu.

Natürlich ist das manchmal schön, aber ich habe auch ganz andere Bedürfnisse, die mir viel mehr Freude machen oder mich entspannen, – zum Beispiel raus in die Natur gehen, mich bewegen, nette Leute beim Sport treffen, unbedingt Tanzen, mir Zeit für Entspannung / Meditationen/ Kinesiologische Übungen, Kreatives zu nehmen, mich mit Freunden verabreden usw.

Diese Tätigkeiten sind aktiver, deshalb muss ich mich dazu manchmal aufraffen, aber hinterher fühle ich mich deutlich besser, als hätte ich eine Tüte Chips, eine Tafel Schokolade, ein Bier und zwei Fernsehfilme konsumiert.

Das passive Konsumverhalten ist auf den ersten Blick zwar entspannend, aber in Wirklichkeit löst es den vorher angesammelten Stress nicht auf, sondern drückt ihn nur weg. Man stopft einfach Essen, Getränke und Fernsehgeschichten obendrauf.

In hektischen Zeiten oder wenn es mir schlecht geht, greife ich auch manchmal zu diesen Mitteln. Ab und zu ist es ja nett, sich faul und platt berieseln zu lassen, aber es ist eben keine Dauerlösung – jedenfalls für mich nicht.

Zur wirklichen Entspannung und Freude gibt es so viel schönere Möglichkeiten …

Deshalb jetzt die Frage an dich …

Wann belohnst du dich?

Wie machst du das?

Tut dir das so richtig gut?

Oder könnte es noch schöner sein?

 

P.S.:

Ich bin übrigens nicht grundsätzlich gegen Schokolade … habe gerade ein einsames Amaretto-Marzipan-Osterei in der Küche gefunden, hm 😉

Es geht eben um die Menge, die unbewussten Gewohnheiten und so … Ihr wisst schon, was ich meine … 😉

 

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