Wie der Tod dir helfen kann, besser zu leben

buddha üb 2

Denkst du manchmal über deinen Tod nach? Oder lieber nicht?
Ab und zu können solche Gedanken ganz heilsam sein

Puh, ich hatte bestimmt nicht geplant, diesen Blog gleich mit so ernsten und schwer wiegenden Themen zu beginnen (eigentlich war hier ein Artikel über Augen-Entspannung geplant), aber das Leben richtet sich nun mal nicht immer nach meinen Plänen … 😉 – nach deinen vermutlich auch nicht ?

Als ich vorgestern morgen die Nachrichten sah, war ich wirklich schockiert:
David Bowie ist tot.

Ein Musiker, dessen Musik ich sehr mag, – ein Mann, für den ich in jungen Jahren geschwärmt habe, – ein Künstler, den ich dafür bewundert habe, dass er sich immer wieder neu erfunden hat – ist gegangen.

Einfach so. Weg. Und viel zu früh.

Wie viele andere bin ich erschrocken und traurig. Aber ist das wirklich nur die Trauer um den Menschen Bowie?

Da David eher selten bei mir zum Kaffeetrinken vorbeikam, habe ich ihn als Menschen ja gar nicht gekannt. Ich habe ihn nur in seiner öffentlichen Rolle als Künstler gesehen. – Und mit der verbindet sich die Musik, viele Erinnerungen und Gefühle.

Zusammen mir meiner ersten großen Liebe habe ich Bowie zum ersten Mal gehört. Das sind intensive Erinnerungen, die mit der Musik verknüpft sind. Die werden mir immer bleiben.

Also was bedeutet Bowies Tod für mich? Für dich?

Die Einschläge kommen näher.

Okay, er ist zu früh gegangen, durch diese gemeine Krankheit oder weil er (spirituell gesehen) sein Lebenswerk hier abgeschlossen hatte …

Wie auch immer:

Diese Nachricht macht uns UNSERE ENDLICHKEIT bewusst.
Einige der Menschen, die uns mehr oder weniger unser gesamtes Leben durch die Medien begleitet haben, sind in letzter Zeit abgegangen und auch wir rücken unweigerlich weiter vor in Richtung Alter, näher ans Ende.

Trauern wir nicht eigentlich um uns selbst?
Um unser Leben, das vergeht?

In unserer Gesellschaft wird der Tod so gern verdrängt. Nicht mal alt werden sollen wir mehr, sondern die äußere Hülle zurechtschnippseln und polieren, was das Zeug hält und ansonsten viel teuren, sinnlosen Kram kaufen.

Wozu? Um zu vertuschen, dass das Leben endlich ist?

Ich glaube, wenn mehr Leute darüber nachdächten, dann würden sie sich auf die wirklich wichtigen Dinge in ihrem Leben konzentrieren: die Menschen, die ihnen nahestehen, ihre Talente ausleben und Träume verwirklichen …

Vor vielen Jahren las ich in einem Buch, dass man in einigen Kulturen glaubt(e), dass der Tod einem immer auf der linken Schulter sitzt.
Ich weiß leider nicht mehr, in welchem Buch ich das gelesen habe und woher diese Vorstellung stammt, fand es aber damals sehr faszinierend.

Wenn du magst, probiere es mal aus:

Sei dir – eine Stunde oder einen Tag lang – bei allem, was du tust und denkst darüber bewusst, dass dein Leben endlich ist, dass du irgendwann diesen Planeten verlassen wirst.
Das wird vermutlich deine Sichtweise auf deinen Alltag ziemlich verändern.

Insofern können wir solche traurigen Nachrichten auch als Anlass nehmen und

  • uns klar machen, dass der Tod zu diesem Leben dazu gehört
  • dass der Kleinkram, über den wir uns oft ärgern, eigentlich nicht zählt
  • uns auf das konzentrieren, was uns wirklich wichtig ist
  • dankbar für das Gute und Schöne sein, dass uns begegnet
  • das Leben genießen und jeden Tag auskosten!

Danke David, für alles. R.I.P.

Und was ist dir wichtig?

Was hast du dir in diesem Leben vorgenommen?

Was willst du noch (er)schaffen?

Wann wirst du das tun?

Was meinst du dazu? Denkst du manchmal über deinen Tod nach oder lieber nicht?
Scheib mir gerne dazu in den Kommentaren

6 Gedanken zu “Wie der Tod dir helfen kann, besser zu leben

  1. In unserer Gesellschaft wird der Tod so gern verdrängt. Nicht mal alt werden sollen wir mehr, sondern die äußere Hülle zurechtschnippseln und polieren, was das Zeug hält und ansonsten viel teuren, sinnlosen Kram kaufen.

    Wozu? Um zu vertuschen, dass das Leben endlich ist? Ich glaube, wenn mehr Leute darüber nachdächten, dann würden sie sich auf die wirklich wichtigen Dinge in ihrem Leben konzentrieren: die Menschen, die ihnen nahestehen, ihre Talente ausleben und Träume verwirklichen …
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    Wenn wir den obrigen vorgang unterbrechen und man aufeinmal mehr zeit hat über alles mögliche nachzudenken würde das system in dem wir leben zusammenbrechen und die mächtigen wären machtlos (Kriege u.s.w.) und die ausplünderung der erde hätte vielleicht ein ende .
    dann würde man auch über die unteren punkte besser nachdenken können weil die zukunftsaussicht positiv wär.
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    uns klar machen, dass der Tod zu diesem Leben dazu gehört
    dass der Kleinkram, über den wir uns oft ärgern, eigentlich nicht zählt
    uns auf das konzentrieren, was uns wirklich wichtig ist
    dankbar für das Gute und Schöne sein, dass uns begegnet
    das Leben genießen und jeden Tag auskosten!

    Sprach der koch (ULI)

  2. Der Tod existiert nur damit wir das Leben lieben lernen. Es ist wie mit allem im Leben es gibt immer zwei Seiten ( es nennt sich Polarität und ist ein Naturgesetz wie die Schwerkraft auch ) die Gegenteile existieren nur damit wir die Unterschiede erkennen und uns einer Richtung zuwenden können. Hier einige Beispiele : Liebe/Hass, Freude und Wut, Geselligkeit und Einsamkeit, Freude und Trauer, Leben und Tod, Krankheit und Gesundheit, Sucht und Freiheit wir entscheiden in welche Richtung wir unsere Aufmerksamkeit lenken und beeinflussen somit unbewusst unser Leben.

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